Waldyoga – würziger Duft, allerlei Vogelstimmen und Barfußschuhe

Seit über 20 Jahren unterrichte ich Yoga in München. Ich hatte es mir zur Aufgabe gemacht, in Firmen zu gehen und dort den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in meiner Yogastunde Selbst-Bewusstsein, Wohlgefühl durch sanfte Dehnung des Körpers und eine gewisse Atemtiefe zu vermitteln – kurz um, sich selbst zu spüren.

Doch seit dem Frühjahr 2020 ist alles anders. Das unsichtbare Corona-Virus ist gekommen, um uns zu zeigen, was nicht mehr stimmt und, um die Chance zu ergreifen, das eigene Leben wieder einmal aus einer völlig neuen und anderen Perspektive zu betrachten. Also habe ich die Chance ergriffen und kehre, wann immer möglich, meinem Stadtleben den Rücken, flüchte aufs Land und in den Wald. In der Natur lade ich mich auf, spüre mich selbst, bin mit Leichtigkeit im hier und jetzt – schlichtweg Yoga – die Verbindung in seiner reinsten Form.

Auf dem Land angekommen, tragen mich meine Füße automatisch zum Wald und in ihn hinein. Schon nach wenigen Metern kann ich in den Schutz der hohen Nadel- und Laubbäume eintauchen. Augenblicklich atme ich den würzigen Duft ein, durchmischt von unterschiedlichen Moosen und weiteren Pflanzenarten. So fein, erfrischend und anders, so dass ich ihn nie wieder ausatmen möchte.

Doch zum Glück lenken mich die vielen Vogelstimmen ab. Ich bleibe stehen und verharre im Augenblick. Nur noch mein Atem bewegt meinen Körper sanft.

Ganz Ohr sein

Während ich ruhig ein- und ausatme löst sich meine Gedankenwelt auf und ich bin ganz Ohr. Ich höre die Vögel miteinander kommunizieren. Das rege Gezwitscher hoch über mir fordert mich auf, weiter zu gehen, noch tiefer in diese Welt des Waldes einzutauchen.

Jetzt sind meine Sinne geschärft. Da mischt sich plötzlich ein Ruf dazwischen. Der Schrei der Greifvögel hoch über mir. Sie sind auf ihrem Rundflug über dem Wald hier und dort zu sehen.

Barfußschuhe

Da ich die Barfußschuhe trage, spüre ich zunächst die Unebenheiten und gleichzeitig die Weichheit des Bodens direkt unter den Füßen. Langsam, Schritt für Schritt ertaste ich die Erde unter mir, die Ungleichmäßigkeit, Nachgiebigkeit und Festigkeit zugleich. Ich kann wahrnehmen, wie der Waldboden etwas unter den Füßen einsinkt. So ganz anders als in der Stadt. Wo der Asphalt mit seiner Härte eisern bis zu meiner Wirbelsäule vordringt und sich bis in den Kopf vorschiebt, wenn die Ferse auf den Boden trifft. Dafür ist nun der Waldboden eine besondere Wohltat für jeden Quadratzentimeter meiner Fußsohlen bishin zu meiner Schädeldecke.

Mit großer Achtsamkeit für meine Umgebung und meinen eigenen Körper darin, wähle ich langsam und fokussiert jeden Schritt auf dem satten Grün. Der weiche Untergrund setzt sich über die Knochen, die Muskulatur, die Sehnen der Füße, Waden, Knie und Oberschenkel im Becken fort. Die gesamte Wirbelsäule ist natürlich aufgerichtet. Sie profitiert von diesem soften Boden, lässt meinen gesamten Körper sanft schwingen. Immer tiefer trägt mich diese intensive Geh-Meditation in den Wald hinein; sensibilisiert mich für das Ganze um mich herum und in mir drin.

Mit dem Waldboden verwurzelt bis zur Krone

Das ist eine wundervolle Vorbereitung für das, was jetzt kommt. Denn ich halte an, spüre meine Füße fest mit dem Waldboden verwurzelt. Jetzt verbinde ich mich meinen Körper und meinen Geist mit den Baumwurzeln, den Pilzgeflechten tief unter der Erde und gleichzeitig mit den unzähligen Baumstämmen in meinem Umfeld. Bis ganz weit oben sich mein Kopf, ebenfalls als Baumkrone fühlt. Ja, eine Baumkrone ist und ich die Yoga-Übung „der Baum“ einnehme.

Im Wald den Baum machen

Achtsam verlagere ich mein Gewicht auf mein rechtes Bein und hebe mit dem linken Fuß von der Erde ab. Ich spüre, wie aus meiner Fußsohle Wurzeln wachsen und sich mit all den Wurzeln der Bäume verbinden und mir ihre Stärke verleihen. Eine noch nie gefühlte Standfestigkeit mit einer gleichzeitigen Leichtigkeit zeigen sich unerwartet dominant als konkretes Körpergefühl. Während ich meinen linken Fuß an mein rechtes Knie lehne, dabei das linke Knie sanft nach außen führe und gleichzeitig das Becken dabei öffne. Jetzt breite ich die Arme weit aus, atme dabei durch die Nase den würzigen Waldgeruch bis tief in meinen Bauch ein und schließe mit der Ausatmung die Hände vor dem Herzen in der Gebetshaltung. Ich bin der Baum, ich bin Schwester und Bruder der Bäume zu gleich und es ist ein erhabenes Gefühl. Die Zeit steht still. Nur der Atem bewegt mich und der zarte Wind ist auf meiner Haut zu spüren. Jetzt bin ich friedlich. Ich bin Baum und Wald. Der Wald ist in mir.

Nach einer Weile, kehre ich auf die selbe Weise in den aufrechten Stand zurück und spüre der Position nach; vergleiche instinktiv meine beiden Körperhälften, nehme die Unterschiede wahr. Ich empfinde meine rechte und meine linke Körperseite unterschiedlich. Das Verlangen, diese Gleichgewichtsposition nun auch auf dem linken Bein einzunehmen wird stark. Und so verlagere ich mein Gewicht umsichtig auf das linke Bein und werde ganz Baum, in dem ich mein Geäst, also meine Arme und Hände ausstrecke, die Finger spreize. So bringe ich das Außen in mein Inneres, während ich meine Handflächen vor dem Herzen aufeinander lege.

Aufgeladen und bereichert – mein Angebot für Dich

Auf sanfte und ruhige Weise gleite ich von einer Position in die nächste, jedoch nicht, ohne jeder Übung eine gewisse Zeit nachzuspüren und mich immer wieder aufs Neue mit meiner Umgebung, meinem Atem und Selbst zu verbinden.

Aufgeladen bis in die Haarspitzen, bereichert, beflügelt, immens gestärkt kehre ich aus dem Wald zurück. All das durfte ich erfahren, kennenlernen und sammeln, um es an Dich weiter zu geben. Diese besonderen Waldyogastunden biete ich für einzelne Menschen an, die einmal richtig auftanken möchten, dem wurligen Leben in der Stadt für eine gewisse Zeit den Rücken zu kehren; um dann wieder, neu ausgerichtet, in das eigene Leben zurück zu kehren.

Hast Du Lust bekommen, Dich mit dem Wald zu verbinden und Dich von mir sanft, ganz ohne Worte, in Stille mit Dir selbst, nur mit den Geräuschen, Gerüchen und Eigenarten des Waldes zu verbinden?

Dann freue ich mich ganz besonders auf Dich und unsere gemeinsame Zeit im Wald.

Schreibe mir oder ruf mich an, damit wir den richtigen Zeitpunkt dafür vereinbaren können. Wir benötigen für das Wald-Yoga einen halben Tag und der Energieausgleich ohne Fahrtkosten beträgt € 180,– zzgl. MwSt. Du brauchst dafür bequeme Kleidung ohne Einengung, dem Wetter entsprechend. Du nennst mir Deine Schuhgröße, damit ich die dafür notwendigen Barfußschuhe erwerben kann. Die Barfußschuhe sind im Preis inbegriffen und Du darfst sie behalten. Damit tauchen wir gemeinsam in diese außergewöhnliche Wald-Welt ein und lassen uns verzaubern.

Du wirst diese Yogastunde nie mehr in Deinem Leben vergessen….